Suche
  • Leonard Schmidt

Würzburg-Riese „Deckname der ersten Impulsradare“




Der Würzburg-Riese ist ein Radargerät von Telefunken und diente während des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg zur Ortung feindlicher Flugzeuge.


Hierbei handelt es sich um eine vergrößerte Version des FuMG 62 Würzburg (Würzburg wurde von Telefunken als Deckname verwendet) und verwendete eine Frequenz von 560 MHz (Dezimeterwellen).

FuMG - - > Funk-Sende-Empfangsgerät

FuSE    - - > Funk-Messgerät





Technisch anspruchsvoll war die Entwicklung der präzisen Steuerung des 11 Tonnen schweren drehbaren Teils aus Parabolspiegel und Bedienkabine, was mit einem von der AEG (seit 1888 Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft) entwickelten Leonardsatz realisiert wurden konnte.

Zur genaueren Erfassung von Entfernung und Höhe gegnerischer Flugzeuge arbeitete das FuMG 62 als eines der ersten „Impulsradargeräte“ mit einer Dezimeterwelle auf einer Frequenz von 560 MHz.


Die Mitte 1941 eingeführte fest vor Ort stationierten „Riesen“ (Tarnbezeichnung) diente zur Führung der Nachtjäger der Luftwaffe und wurde zur Feuerleitung auf den Leittürmen der großen Flaktürme installiert. Es wurden auch Mobile Variationen entwickelt, welche auf Eisenbahnwagen montiert wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese als Präventivmaßnahmen gegen die nächtliche Bombardierung der Alliierten eingesetzt. 


Unter General Josef Kammhuber wurde eine Verteidigungslinie geplant und realisiert, welche „Himmelsbett-Stellungen“ und von den Engländern „Kammhuber-Linie“ genannt wurde. Diese Verteidigungslinie zog sich über 1000 km von Dänemark bis nach Nordfrankreich und bestand aus einem ausgeklügelten System aus Funkstellen, Nachtjägerflugplätzen, Flakbatterien und Flugabwehr. Ebenso waren alle Stellungen mit einer Kommandostellung vernetzt, die wiederum mit den anderen Kommandostellungen telefonisch vernetzt waren.

RECHTLICH

IMPRESSUM

DATENSCHUTZ

Discord_Banner.jpg
LD_logo_light.jpg

ALL RIGHTS RESERVED © 2020 BY: LINKED DIMENSIONS